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Enteramin Pflanzenextrakt

ENTERAMIN – Serotoninspiegel erhöhen mit Pflanzenextrakten

Enteramin erhöhen und Depressionen natürlich vorbeugen – Wie geht das?

Enteramin ist ein spezieller Botenstoff, der Informationen an unser Nervensystem weitergibt. Im Volksmund wird Enteramin häufiger als Serotonin oder „Glückshormon” bezeichnet, da es neben vielen weiteren Prozessen auch unsere Emotionen beeinflussen kann. Falls Sie häufiger schlechte Laune haben, sich antriebslos fühlen oder zu Depression neigen, könnte dies mit einem Mangel an Enteramin im Körper zusammenhängen. In diesem Artikel möchten wir aufzeigen, wie Sie das Enteramin im Körper natürlich erhöhen und somit einer möglichen Depression vorbeugen können.

INHALT

  1. Was ist Enteramin?
  2. Was bewirkt Enteramin?
  3. Führt ein Serotoninmangel zu Depression?
  4. Was sind die Ursachen für einen Serotoninmangel?
  5. Welche Symptome treten bei einem Mangel an Enteramin auf?
  6. Was ist das Serotonin-Syndrom?
  7. Wie kann man das Enteramin im Hirn natürlich erhöhen?

Enteramin wird im allgemeinen als Botenstoff oder Neurotransmitter klassifiziert. Jedoch sind viele Wissenschaftler mittlerweile der Ansicht, dass es sich um ein spezielles Gewebshormon handelt. Diese Hormon wird im Volksmund gern als „Glückshormon” bezeichnet, da es Einfluss auf unsere Emotionen haben kann. Ebenso bekannte Bezeichnungen für Enteramin sind Serotonin oder 5-Hydroxytryptamin (5-HT).

Es gibt nicht wenige Forscher, die einen Zusammenhang zwischen einem Serotoninmangel und der Stimmung sowie dem Wohlbefinden des Menschen sehen. Somit kann es zur Depression kommen, wenn zu wenig Enteramin im Körper ist. Aus diesem Grund zielen viele Antidepressiva in ihrer Wirkung darauf ab, den Serotoninspiegel positiv zu beeinflussen.

Der Name Enteramin leitet sich aus der griechischen Wort Enteron ab, was zu deutsch so viel wie Darm bedeutet. Tatsächlich gehen Experten davon aus, dass bis zu 90 Prozent des gesamten Enteramin des Körper im Darm gebildet wird. Die restlichen 10 Prozent des Enteramins werden im Gehirn produziert. Gerade die Bildung im Gehirn ist sehr wichtig, da Enteramin die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden kann.

Vom Gehirn aus gelangt das Enteramin als Botenstoff in das zentrale Nervensystem (ZNS). Überdies gelangt das Enteramin über den Darm in den Blutkreislauf und ist daher auch in unseren Blutplättchen sowie im Herz-Kreislauf-System zu finden.

Aufgrund der Tatsache, dass Enteramin in so vielen Körperbereichen zu finden ist, entsteht ein großer Einfluss auf physische sowie psychische Prozesse im menschlichen Körper.

Enteramin entsteht bei der biochemischen Umwandlung von Tryptophan. Die chemische Umwandlung wird durch spezielle Enzyme wie die Tryptophan-Hydroxylase ausgelöst. Kommen die Enzyme und Tryptophan zusammen so entsteht im Körper 5-Hydroxyltryptamin (5-HT), was nichts anderes als die chemische Bezeichnung für Enteramin oder Serotonin ist.

Was bewirkt Enteramin?

Enteramin hat in vielen Bereichen unseres Körpers Einfluss.

Einfluss von Enteramin im Gehirn

Im Gehirn ist Enteramin ein Neurotransmitter und damit für den Transport von Botschaften von einer Hirnregion zur anderen verantwortlich. Der Körper hat etwa 40 Millionen Hirnzellen, die meist direkt oder indirekt durch Enteramin beeinflusst werden können. Die Hirnzellen haben im Körper wiederum verschiedene Aufgaben. Somit sind einige Hirnzellen für die Steuerung der Stimmungslage, der Libido, des Appetits, die Regulation der Körpertemperatur sowie die Schlaf- und Gedächtnisleistung verantwortlich.

Enteramin beeinflusst Herz-Kreislauf-System

Nun wird Enteramin ja nicht nur im Gehirn, sondern auch überwiegend im Darm gebildet. Von hier aus kann das Enteramin über den Blutkreislauf in verschiedene Teile des Körpers gelangen. Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen hat Enteramin Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System, die Muskeln sowie verschiedene Bereiche unseres Hormonsystems.

Die 7 wichtigsten Einflussbereiche von Enteramin im Körper

Nun wird Enteramin fast überall im Körper gefunden und somit vermutet man einen großen Einfluss auf wesentliche physische und psychische Prozesse. Wir wissen, dass Enteramin direkt oder indirekt fast alle Gehirnzellen, die wir haben, beeinflusst. Im Folgenden sind die 7 wichtigsten Bereiche, in denen Enteramin einen Einfluss haben soll, aufgeführt:

Darmbewegung und Esslust

Das Enteramin wird im Darm in den enterochromaffinen Zellen gebildet. Interessanterweise können die Darmbakterien die Produktion von Enteramin beeinflussen. Somit ist die Aussage, dass ein guter Darm glücklich macht, gar nicht so weit hergeholt. Tatsächlich wirkt Enteramin stimulierend auf die Darmbewegung (Peristaltik) und die Immunzellen in direkter Nähe. Forscher gehen davon aus, dass Enteramin entzündungsfördernd ist und einen Einfluss auf das Schmerzempfinden hat. Zuletzt ist wissenschaftlich bekannt, dass Veränderung des Serotoninspiegels den Appetit verändern kann.

Gefühlslage und Stimmung

Es ist allgemein erkennbar, dass Enteramin einen Einfluss auf die Gefühlslage haben kann. So verwundert es nicht, dass Antidepressiva den Serotoninspiegel erhöhen und somit die allgemeine Stimmung positiv verändern können. Ebenso kann die Einnahme von illegalen Drogen wie Ecstasy und LSD das Enteramin kurzfristig im Körper erhöhen und somit unser Gemüt beeinflussen.

Blutkreislauf und Blutgerinnung

Wir haben schon darüber gesprochen, dass sich Enteramin auch in den Blutplättchen befindet. Verletzt sich eine Person beispielsweise und hat eine Wunde, so wird von den Blutplättchen Enteramin freigesetzt, um die Blutgerinnung positiv zu unterstützen. Hierbei kommt es zu einer Gefäßverengung, welche wiederum zu einer Verringerung des Blutflusses führt. Anschließend verschließt ein Konglomerat aus Blutkörperchen die Wunde.

Übelkeit

Mal angenommen Sie haben nicht richtig auf das Verfallsdatum geschaut und ein verdorbenes Lebensmittel z. B. einen Joghurt gegessen. In der Folge wird die Verdauung gereizt reagieren und es wird mehr Enteramin im Darm produziert. Auf diese Weise verlängert sich die Durchlaufzeit, in welcher der Joghurt im Darm verdaut wird. Anschließend kommt es meist zum Durchfall, bei dem der Körper die Reizstoffe ausstößt. Der Durchfall löst wiederum einen plötzlichen starken Abfall des Serotoninspiegels aus. Infolge des spontane Abfalls des Glückshormons wird das Brechzentrum im Gehirn stimuliert, was dann die Übelkeit auslöst.

Knochendichte

Aus Studien der Forschungsgruppe von der Universität von Minnesota wissen wir, dass die Einnahme von Antidepressiva die Knochendichte reduzieren kann. Die meisten Antidepressiva enthalten jedoch Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, um den Serotoninspiegel zu erhöhen. Somit wissen wir, dass Enteramin und Knochendichte zusammenhängen und ein zu hoher Serotoninspiegel zu Osteoporose führen kann.

Schlaf

Enteramin und Schlaf sind vielfältig miteinander verbunden. Beispielsweise ist Enteramin an der Bildung des Hormons Melatonin beteiligt, welches den Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Somit werden durch die Produktion von Enteramin indirekt die Hirn-Bereiche für das Schlaf- und Wachsein stimuliert. Enteramin ist somit so etwas wie einer Art Dirigent der Schlafes und erlaubt den Eintritt in bestimmte Schlafphasen wie den Tiefschlaf oder REM-Schlaf. Selbst an der Steuerung des zirkadianen Rhythmus der Körpertemperatur ist das Enteramin beteiligt.

Libido

Viele wissenschaftliche Untersuchungen zeigen einen komplexen Zusammenhang zwischen der Libido und dem Serotoninspiegel auf. Viele Menschen nehmen Antidepressiva ein, um das Enteramin im Körper zu erhöhen. Infolgedessen haben Sie zwar meist weniger Depressionen und weniger Angstzustände, jedoch wird Ihre Libido und Sexualfunktion verringert. Vielleicht liegt es daran, dass der Serotoninspiegel nach dem Sex natürlich steigt. Somit stellt der Körper die Lust auf Sex ein, wenn der Serotoninspiegel auf andere Weise (z. B. Medikamente) erhöht wird.

Weitere Wirkungen

Je mehr sich die Wissenschaftler mit Enteramin beschäftigen, je mehr interessante Zusammenhänge scheinen sie zu finden. Kürzlich fanden Forscher heraus, dass Enteramin auch an der Regulation der Muttermilch beteiligt ist.

Die meisten Frauen stillen ihr Kind bis das Baby etwa zwölf Monate alt ist. Manchmal versterben die Kinder in dieser Zeit plötzlich und unerwartet. Man spricht von einem plötzlichen Kindstod, der vermutlich auf eine Störung der Enteramin Produktion im Körper zurückzuführen ist. So konnte man in Autopsien feststellen, dass die Serotonin-Nervenzellen im Gehirn bei Säuglingen, die infolge eines plötzlichen Kindstodes starben, Veränderungen aufwiesen. Der genaue Mechanismus ist jedoch noch nicht verstanden und gibt den Forschern weiter Rätsel auf.

Führt ein Serotoninmangel zu Depression?

Zur Entstehung von Depressionen gibt es mehrere wissenschaftliche Theorien. Neueste Studien zeigen, dass sich auch bei einer 90-Jährigen Frau immer wieder neue Nervenzellen bilden. Auf die Neubildung von Nervenzellen hat Enteramin wohl auch einen Einfluss.
Einige Wissenschaftler wie Dr. Barry Jacobs aus Princeton vermuten, dass Depressionen genau dann auftreten, wenn die Neubildung von Nervenzellen unterdrückt wird.

Folgt man diesem Gedankengang, so würde eine Erhöhung des Serotoninspiegels die Bildung von neuen Hirnzellen fördern. Somit ist es nach dieser Theorie logisch, dass Antidepressiva meist zu einer Verbesserung der Symptome einer Depression führen. Schließlich erhöhen Antidepressiva nachweislich den Serotoninspiegel und würden damit die Bildung neuer Nervenzellen unterstützen.

Umgekehrt kann man aus dieser Theorie schließen, dass ein Serotoninmangel, die Bildung neuer Nervenzellen hemmt. Folglich müssten Depressionen bei einem Mangel an Enteramin häufiger auftreten.

Welche Ursachen für einen Serotoninmangel gibt es?

Die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen Depression und einem Serotoninmangel auf. Falls sich diese Theorie bestätigt, wäre die Lösung auf den ersten Blick so naheliegend. Hier bräuchte man einfach „nur” mehr Enteramin produzieren und schon würden die Depressionen verschwinden. Doch die Ursachen für einen Serotoninmangel sind sehr vielfältig und machen eine Therapie von Depressionen sehr komplex.

Die Häufigsten Ursachen für einen Serotoninmangel

Manchmal ist es tatsächlich ganz einfach und es wird einfach zu wenig Enteramin im Gehirn produziert. Jedoch kann es auch zu den Symptomen eines Mangels kommen, wenn das Enteramin einfach nicht richtig im Körper wirken kann. Hier fehlt es beispielsweise an Rezeptoren, an die das produzierte Enteramin andocken kann. Ebenso kann auch der Transport des Enteramins im Körper gestört sein und es kommt einfach nicht an die Rezeptorstellen, wo es wirken soll. Am offensichtlichsten kann ein Serotoninmangel entstehen, wenn einer seiner Bausteine (z. B. Tryptophan oder Tryptophan-Hydroxylase) für die Produktion von Enteramin im Mangel ist.

Im Folgenden werden wir die Begriffe Serotoninmangel und niedriger Serotoninspiegel verwenden, wenn ein- oder mehrere der aufgeführten Prozesse stattfinden.
Es ist schwer die Ursachen eines Serotoninmangels zusammenzufassen, da sie so vielfältig sind. Jedoch möchten wir die Ursachen gruppieren und somit eine grobe Übersicht schaffen, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat.

Erkrankungen

Am häufigsten tritt ein niedriger Serotoninspiegel bei bestimmten Erkrankungen wie Krebs, Autoimmunerkrankungen, chronischen Infektionen, Darmentzündungen, Schilddrüsenerkrankungen, Nebennierenschwäche u. a. auf.

Mangel an Nährstoffen

Ebenso können Defizite in der Ernährung für einen Serotoninmangel ursächlich sein, da wichtige Stoffe zur Produktion von Enteramin einfach nicht ausreichend im Körper vorhanden sind (z. B. Vitamin B6).

Stress

Die häufigste psychologische Ursache für einen Serotoninmangel ist wohl permanenter, chronischer Stress. Bei kurzfristigen Stress steigt das Enteramin im Körper nur kurz an. Wird der Stress dagegen chronisch, sinkt der Serotoninspiegel, da es stärker verbraucht als gebildet wird. Im Ergebnis können bei permanentem Stress über 95% des vorhanden Tryptophans verbraucht werden. Ohne Tryptophan kann kein Enteramin im Körper gebildet werden, somit kommt es zwangsläufig zu einem Serotoninmangel.

Medikamente und Drogen

Unter dem Einfluss von Drogen wie Alkohol, Nikotin, Ecstasy und ähnliche sowie anderen Medikamenten, die Einfluss auf die Bildung von Enteramin haben, kann es zu einem Serotoninmangel kommen. Depressionen treten bei Frauen, die hormonell verhüten, in Studien häufiger auf. Folglich vermuten die Forscher, dass auch die Einnahme der Antibabypille zu einem Serotoninmangel führen kann.

Mangel an Sonnenlicht

Nun wird das Enteramin im Gehirn aus der Aminosäure Tryptophan sowie dem Enzym Tryptophan-Hydroxylase synthetisiert. Für die Aktivierung der Tryptophan-Hydroxylase wird Vitamin D benötigt. Vitamin D ist das Sonnenhormon, das vorwiegend durch den Kontakt der Haut mit Sonnenlicht produziert wird. Studien des Robert Koch Institutes zeigen, dass etwa 30 % der Erwachsenen an einem Vitamin D Mangel leiden. Folglich wird bei einem Mangel an Sonnenlicht zu wenig Vitamin D im Körper produziert und es kann zu einem Serotoninmangel kommen.

Welche Symptome treten bei einem Mangel an Enteramin auf?

Es ist gar nicht so einfach, einen Mangel an Enteramin im Körper nachzuweisen. Bisher gibt es keine Möglichkeit, den Serotoninspiegel im Hirn zu messen. Natürlich kann man den Serotoninspiegel im Blut zuverlässig bestimmen, aber dieser lässt keine Aussage über die Konzentration des Glückshormons im Gehirn zu. Aus diesem Grund kann man bis heute meist nur indirekt aufgrund bestimmter Symptome auf einen Mangel an Enteramin im Körper schließen. Die Hauptsymptome für einen Mangel an Enteramin lassen sich wieder in drei verschiedene Gruppen einteilen.

Depressionen und andere psychische Beschwerden

Ein Mangel an Enteramin geht im Anfangsstadium mit schlechter Laune sowie einer vermehrten Reizbarkeit einher. Im fortgeschritten Stadium kann ein Serotoninmangel mit ernsthaften psychologischen Erkrankung wie Depressionen, Zwangsstörungen, Angstzuständen, Panikattacken, sozialen Phobien oder übermäßigen Wutausbrüchen verbunden sein.

Schlafstörungen

Enteramin ist an der Bildung des Hormons Melatonin beteiligt. Melatonin regelt den Tag-Nacht-Rhythmus. Gerät die Melatoninproduktion infolge eines Serotoninmangels ins Ungleichgewicht, kann es zu Schlafstörungen kommen. Zu den häufigsten Schlafstörungen zählen Störungen beim Einschlafen, Durchschlafen oder Beeinträchtigungen innerhalb der Tiefschlafphase. Der berühmte Autor und Arzt Dr. Kharrazian ist der Ansicht, dass Schlaflosigkeit eine direkte Folge eines Ungleichgewichts von Enteramin im Körper sein kann. In diesem Fall sollten seiner Ansicht nach Melatonin-Medikamente bei der Behandlung anschlagen.

Verschlechterung der allgemeinen Gesundheit

Meist geht ein Mangel an Enteramin immer mit einer Verschlechterung der allgemeinen Gesundheit einher. Ein zu geringer Serotoninspiegel erhöht beispielsweise das Risiko für Nervenerkrankungen wie Demenz und Alzheimer. Auch Herzerkrankungen sowie Asthma, Migräne oder zahlreiche Darmerkrankungen sind häufig mit einem Serotoninmangel verbunden.

Serotonin-Syndrom – Was ist das?

Das Serotonin-Syndrom ist eine Summe von Krankheitszeichen (wie Muskelzuckungen, Bluthochdruck, Durchfall, Schüttelfrost etc.), welche auf einen zu hohen Serotoninspiegel zurückzuführen sind.

Welche Ursachen sind für das Serotonin-Syndrom verantwortlich?

Die Ursachen für einen Serotonin-Überschuss sind häufig eine Folge der Einnahme von Medikamenten, illegalen Drogen sowie Nahrungsergänzungsmitteln.

Kombination von Präparaten ist gefährlich

In der Regel kommt es nur zum Serotonin-Syndrom, wenn zwei Präparate gleichzeitig eingenommen werden, die den Serotoninspiegel beeinflussen können. Nehmen Sie beispielsweise Antidepressiva und gleichzeitig Medikamente gegen Migräne ein, dann kann es zu einem Überschuss an Enteramin im Körper kommen.

Auch die Kombination mit natürlichen Präparaten ist gefährlich

Nun könnte man auf die Idee kommen und einfach Johanniskraut als natürliches Mittel gegen Depressionen verwenden und dieses statt einem klassischen Antidepressiva in Kombination mit einem Migräne-Präparat kombinieren. Doch auch hier kann es zum Serotonin-Syndrom kommen, da Johanniskraut ebenso in seiner Wirkung die Bildung von Enteramin positiv beeinflusst.

Nebenwirkungen bei Medikamentenwechsel und Dosierung

Wer kennt es nicht. Das bisherige Medikament ist nicht mehr verfügbar und es wird ein neues Antidepressiva verschrieben. Ihr Körper muss sich also umstellen, da er dieses Medikament noch nicht kennt. Anschließend haben Sie ungewohnte Nebenwirkungen wie beispielsweise Migräne und nehmen entsprechend Präparate gegen Migräne einmalig ein. Auf einmal ist Ihr Körper überlastet und es kommt zum Serotonin-Syndrom. Die gleichen Effekte kann es geben, wenn die Dosierung der Antidepressiva plötzlich erhöht wird und Sie zeitgleich ein anderes Präparat nehmen.

Tumore können den Serotoninspiegel stark ansteigen lassen

Es ist bekannt, dass das meiste Enteramin im Darm gebildet wird. Bei einer Darmkrebserkrankung bilden sich häufig Tumore im Darm, die bestimmte Hormone produzieren. Die von den Tumoren produzierten Hormone können die Produktion von Enteramin im Körper anregen und somit zu einer Erhöhung des Serotoninspiegels im Körper führen. Meistens verursachen diese Tumore im Anfangsstadium keine Symptome und werden eher zufällig bei Untersuchungen entdeckt. Nur in sehr seltenen Fällen befinden sich die Tumore, die Einfluss auf den Gehalt von dem Enteramin im Körper haben, außerhalb des Darmes.

Welche Symptome treten beim Serotonin-Syndrom auf?

Bei einem schweren Verlauf kann ein Serotonin-Syndrom ohne Behandlung tödlich enden. Es ist somit entscheidend, die Symptome rechtzeitig zu erkennen. Die meisten Symptome des Serotonin-Syndroms werden schon innerhalb weniger Stunden nach der Einnahme der Medikamente auftreten.

Die häufigsten beobachtbaren Symptome beim Serotonin-Syndrom sind Angst, Unruhe, übertriebene Schreckhaftigkeit, Verwirrtheit, Zittern und Muskelstarre, Verlust der Muskelkoordination, schneller Herzschlag, starkes Schwitzen, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Gänsehaut und hoher Blutdruck.

In lebensbedrohlichen Fällen kommt es nicht selten zu hohem Fieber, Herzrhythmusstörungen, Krampfanfällen sowie Bewusstlosigkeit. Meist klingt das Serotonin-Syndrom innerhalb von 24 bis 72 Stunden wieder ab, wenn die Dosis der Medikamente im Körper wieder sinkt.

Wie wird das Serotonin-Syndrom diagnostiziert behandelt?

Bisher gibt es noch keinen Test, mit dem man das Serotonin-Syndrom direkt diagnostizieren kann. Ebenso werden die typischen Symptome des Serotonin-Syndroms auch bei vielen anderen Krankheiten beobachtet. Aus diesem Grund führt ein Arzt in der Regel ein ausführliches Gespräch und führt Untersuchungen wie beispielsweise Bluttests durch, um andere Erkrankungen auszuschließen.

Nach der Diagnose erfolgt die Behandlung des Serotonin-Syndroms, welche von Fall zu Fall unterschiedlich ist. Bei leichten Verläufen reicht es, die Medikamente, welche das Serotonin-Syndrom ausgelöst haben, abzusetzen. Meist reguliert sich dann der Serotonin-Spiegel schnell wieder.

Bei schweren Verläufen muss der oder die Betroffene zwingend im Krankenhaus behandelt werden. Dort erhalten die Patienten je nach Verlauf Medikamente zur Muskelentspannung, Regulation der Herzrhythmusstörungen und Blutdrucks. Als letztes Mittel werden Medikamente zur Unterdrückung der Produktion von Enteramin verabreicht.
In seltenen Fällen muss der Patient mit Sauerstoff beatmet und Flüssigkeit intravenös erhalten. Auf diese Weise kann man den Sauerstoffgehalt im Blut regulieren, Fieber behandeln und eine Dehydratation infolge von Durchfall und Erbrechen vermeiden.

Wie kann man das Enteramin erhöhen?

Depressionen treten meist bei Menschen auf, die einen zu geringen Gehalt an Enteramin im Körper haben. Somit muss man sich die Frage stellen: Wie kann man das Enteramin im Körper erhöhen, um eine Depression vorzubeugen? Es gibt bisher verschiedene Ansätze, wie man den Serotoninspiegel im Körper erhöhen kann. Im Folgenden möchten wir die wichtigsten Ansätze zur Steigerung des Serotonin-Gehaltes kurz vorstellen und zusammenfassen.

Ernährungsumstellung und Serotonin-Diät

Nun gibt es Lebensmittel, die Enteramin enthalten oder dessen Bildung im Körper fördern. Also ist es ein naheliegender Ansatz, über die Ernährung den Serotoninspiegel zu erhöhen.

Gibt es Lebensmittel, die Enteramin direkt enthalten?

Hierbei ist die einfachste denkbare Strategie, Lebensmittel zu essen, in den Enteramin direkt enthalten ist. Jedoch ist die Liste an Lebensmitteln, die Enteramin enthalten, ziemlich kurz. Hierzu gehören Walnüsse, Bananen, Pecannüsse, Ananas, Kiwis, Pflaumen und Tomaten. Leider gelangen diese Nährstoffe nicht ins Gehirn, da Enteramin in reiner Form die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden kann. Aus diesem Grund hilft der Verzehr von Lebensmitteln, die Enteramin enthalten, nicht wirklich weiter. Doch die Mühe ist nicht umsonst, da die angesprochenen Lebensmittel u. U. die Darmgesundheit fördern.

Existieren Lebensmittel, die Vorstufen von Enteramin enthalten?

Die zweite Idee wäre, Lebensmittel zu essen, die Vorstufen von Enteramin enthalten. Diese Vorstufen können theoretisch die Blut-Hirn-Schranke passieren und somit den Serotoninspiegel im Gehirn steigern. Eine Vorstufe von Enteramin ist bekanntlich die Aminosäure Tryptophan. Diese Aminosäure ist auch in zahlreichen Lebensmitteln wie beispielsweise Bananen, Eiern, Fisch, Fleisch, Geflügel, Hafer, Käse, Kichererbsen, Meeresfrüchte, Samen und Kernen, Nüssen etc. enthalten.

Proteinreiche Ernährung ist nicht die Lösung

Jedoch zeigen Versuche, dass auch dieser Ansatz nicht zum Erfolg führt. Tatsächlich sinkt der Serotoningehalt nach dem Verzehr tryptophanhaltiger Lebensmittel. Dafür gibt es laut Ernährungsberaterin Elizabeth Sommer eine einfache Erklärung. Im Allgemeinen enthalten die tryptophanhaltigen Lebensmittel generell viele Proteine. Aus diesem Grund flutet man das Blut nicht nur mit Tryptophan, sondern auch noch mit anderen konkurrierenden Aminosäuren. Im Ergebnis kommt nur ein kleiner Teil von Tryptophan im Gehirn an, sodass sich auf diesem Weg nicht das Enteramin im Gehirn erhöhen lässt.

Mit cleverer Kohlenhydratzufuhr den Serotoningehalt erhöhen

Die Autorin des bekannten Buches „The Serotonin Power Diet” Dr. Judith J. Wurtman untersuchte in ihren Forschungen, warum viele Menschen mit Depressionen Süßigkeiten oder stärkehaltige Kohlenhydrate essen. Im Ergebnis kam wenig überraschend heraus, dass Süßigkeiten und kohlenhydrathaltige Speisen den Serotoninspiegel im Gehirn steigern.

Kohlenhydrate sind der Schlüssel zum Glück

Der Schlüssel um Enteramin im Gehirn zu synthetisieren sind somit Kohlenhydrate. Es gibt eigentlich gar keine Lebensmittel, die den Gehalt von Enteramin im Gehirn direkt erhöhen können. Die Idee ist nun durch clevere Nahrungsaufnahme von Kohlenhydraten den Tryptophangehalt im Gehirn zu erhöhen. Im Gehirn angekommen, wird aus Tryptophan und speziellen Enzymen vermehrt Enteramin synthetisiert und der Serotoninspiegel im Hirn steigt.

Kohlenhydrat-Mahlzeiten ohne Proteine – Was bringt das?

Eigentlich war der Ansatz proteinhaltige Lebensmittel, die einen hohen Anteil von Tryptophan enthalten, eine gute Idee. Doch hier bestand das Problem, dass auch konkurrierende Aminosäuren ins Gehirn gelangen, die die Bildung von Enteramin blockieren. Dr. Wurtmann fand in ihren Studien jedoch einen Weg, die blockierenden Stoffe auszuschalten. Hierzu muss man einfach ab und zu Speisen, die nur Kohlenhydrate aber keine Proteine enthalten, zu sich nehmen. Eine kohlenhydratreiche Kost fördert die Bildung von Insulin. Hierdurch werden die konkurrierenden Aminosäuren durch Tryptophan vom Körper absorbiert. Somit wird der Weg für Tryptophan zum Hirn freigemacht und der Serotoninspiegel steigt.

Welche Kohlenhydrate sollte man zu sich nehmen, um den Gehalt an Enteramin im Körper zu erhöhen?

Nun gibt es verschiedene Arten von Kohlenhydraten, beispielsweise enthalten Naturreis und Bohnen nicht nur Kohlenhydrate, sondern auch Proteine. Laut der „Encyclopedia of Neuroscience“ wird die Synthese von Enteramin eher negativ beeinflusst, wenn große Mengen von Aminosäuren konsumiert werden.

In Studien kam heraus, dass eher einfache kohlenhydratreiche Speisen wie beispielsweise Weißbrot, Backwaren oder frischem Obst die Lösung sind. Sie enthalten wenig Proteine, aber viele Kohlenhydrate. Somit führen sie direkt zur Freisetzung von Insulin, was die konkurrierenden Aminosäuren zu Tryptophan aus dem Blut entfernt und somit zur Steigerung des Serotoninspiegels führt.

Aus unserer Sicht wäre eine Serotonin-Diät mit gesunden Kohlenhydraten, die wenig Protein enthalten, optimal zur Vorbeugung einer Depression geeignet. Bauen Sie in Ihren Speiseplan doch vermehrt gesunde kohlenhydratreiche Speisen wie Kartoffeln, Wurzelgemüse, Obst und andere ein. Vermeiden Sie jedoch Speisen aus Weizenmehl, weil diese glutenhaltigen Speisen für die Darmgesundheit meist nicht förderlich sind.

Mikronährstoffe und Nahrungsergänzung

Neben der Serotonin-Diät bzw. einer Ernährungsumstellung kann man durch die Einnahme bestimmter Nahrungsergänzungsmittel die Bildung von Enteramin im Gehirn fördern. Die wichtigsten Mittel zur Steigerung des Serotoninspiegel sind:

5-Hydroxytryptophan (5-HTP)

5-HTP ist ein Derivat der Aminosäure L-Tryptophan, welches wiederum eine Vorstufe bei der Bildung von Enteramin im Hirn ist. Nun ist 5-HTP nicht direkt in Lebensmitteln enthalten, da es aus Tryptophan gebildet wird. Infolge seiner chemischen Eigenschaften kann 5-HTP ungehindert die Blut-Hirn-Schranke passieren und dort relativ leicht die Produktion von Enteramin fördern. 5-HTP kann man entweder als Aminosäure oder pflanzliches Nahrungsergänzungspräparat käuflich erwerben. Die afrikanische Schwarzbohne enthält ca. 20 Prozent 5-HTP. Aus diesem Grund wird 5-HTP meist aus dieser Bohne natürlich gewonnen.

Gamma Aminobuttersäure (GABA)

GABA ist die Abkürzung für Gamma Aminobuttersäure und kann als Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform käuflich erworben werden. Wissenschaftlich gesehen ist GABA ein Neurotransmitter, der unsere körperlichen Reaktionen bei Stress und Angst steuert. In Studien fand man heraus, dass ein niedriger GABA Spiegel bei Patienten mit Depressionen, Schizophrenie, Angstzuständen sowie Schlafstörungen häufiger anzutreffen ist. GABA kann einen Serotoninmangel für kurze Zeit ausgleichen und beruhigen, dies ist der Grund, warum es häufiger bei der Behandlung von Depressionen, Schlafstörungen, Angstzuständen u. a. eingenommen wird.

Vitamin D

Das Sonnenhormon Vitamin D3 ist biochemisch gesehen kein Vitamin, sondern ein Hormon. Vitamin D erhöht nachweislich in Studien die Produktion von Enteramin im Hirn und kann somit einer Depression natürlich vorbeugen. Eine Untersuchung von norwegischen Ärzten belegt, dass besonders hoch dosiertes Vitamin D, die Symptome von Depressionen lindern kann. Normalerweise wird Vitamin D über die Haut bei Sonnenlicht aufgenommen.

Klassischerweise tritt ein Vitamin-D-Mangel daher eher im Winter auf. Doch auch im Sommer kann in Einzelfällen ein Vitamin D3 Mangel entstehen. Schließlich blockieren viele Sonnencremes die Bildung von Vitamin D. Darüber hinaus halten sich nicht alle Menschen im Sommer ausreichend draußen auf und arbeiten oft stundenlang in geschlossenen Räumen. Durch die Einnahme von Vitamin D3 in Kombination mit Vitamin K2 in Form von Tropfen oder Kapseln kann bei entsprechender Dosierung das Serotonin-Level bis auf das 30-fache steigen.

Omega-3-Fettsäuren

Omega 3 und Omega 6 sind ungesättigte Fettsäuren und natürliche Gegenspieler. Die WHO empfiehlt ein optimales Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3 Fettsäuren wäre 1:1, doch meist ist es in der Realität durch unsere industriell geprägte Ernährung bei 20:1. Dies liegt daran, dass Omega 6 Fettsäuren eher in pflanzlichen Ölen sowie Butter, Käse, Eier und Geflügel enthalten ist, was wir heutzutage sehr oft essen. Omega 3 Fettsäuren sind eher in Fisch und Algen sowie Leinsamen enthalten, die nicht alle von uns regelmäßig essen. Somit haben schätzungsweise 70% der Menschen in Deutschland einen Omega-3-Mangel. Aus diesem Grund empfiehlt die deutsche Gesellschaft für Ernährung mindestens einmal pro Woche Fisch zu essen, damit das natürliche Verhältnis zwischen Omega 6 und Omega 3 wiederhergestellt wird.

Omega-3-Fettsäuren sind für den Aufbau neuer Hirnzellen von entscheidender Bedeutung. Studien zeigen, dass Menschen mit einem Omega-3-Mangel häufiger an Depression, Schizophrenie u. a. Erkrankungen leiden. Dies liegt vermutlich daran, das Omega-3-Fettsäuren die Bildung von Enteramin im Hirn fördern. Es gibt mit ALA (α-Linolensäure), DHA (Docosahexaensäure) und EPA (Eicosapentaensäure) genau drei Omega-3-Fettsäuren. Hierbei können DHA und EPA den positiv Serotoninspiegel beeinflussen. EPA erhöht die Freisetzung von Enteramin aus Neuronen, während DHA die Aufnahmefähigkeit von Serotonin-Rezeptoren erhöht. Falls Sie sich vegan ernähren und keinen Fisch essen, können Sie Omega-3-Fettsäuren als Nahrungsergänzung auch aus Algenöl zu sich nehmen.

Vitamin B-Komplex

Zum Vitamin B-Komplex zählen unter anderem auch die Hormone Vitamin B3, B6 und B9, welche die Produktion von Enteramin im Hirn fördern können.

Untersuchungen im „Journal Psychiatry and Neuroscience” aus dem Jahr 2007 zeigen, dass ein Mangel an Vitamin B3 (Niacin) ein erhöhtes Risiko birgt, an Depression zu erkranken. Ein Vitamin-B3-Mangel führt zu einem Mangel an Tryptophan, einer Vorstufe von Enteramin. Folglich empfehlen wir entweder mehr Lebensmittel mit hohem Vitamin-B3-Gehalt zu essen (z. B. Champignons, Erdnüsse, Kalbsleber) oder es als Nahrungsergänzungsmittel zu supplementieren.

In Studien mit depressiven Personen konnte man zeigen, dass Vitamin B6 mit der Umwandlung von Tryptophan zu Enteramin eine große Rolle spielt. Gibt es einen Mangel an Vitamin B6 (Pyridoxin), dann kann nicht mehr genug Enteramin synthetisiert werden und der Serotoninspiegel sinkt. Aus diesem Grund ist es ratsam, zur Vorbeugung eines Serotoninmangels auf eine ausreichende Versorgung zu achten. Somit empfehlen wir Lebensmittel, die Vitamin B6 enthalten wie beispielsweise Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und grünes Gemüse zu konsumieren. Alternativ kann man Vitamin B6 auch als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen.

Jede Frau mit einem Kinderwunsch kennt die Folsäure (Vitamin B9), weil es in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft supplementiert wird. Hierbei soll Folsäure in der Frühschwangerschaft einer geistigen und körperlichen Entwicklungsstörung des Kindes vorbeugen. Tatsächlich ist Folsäure auch außerhalb der Kinderwunschzeit wichtig, da es eine große Bedeutung für die mentale Gesundheit hat. Ein Folsäuremangel führt nach aktueller Studienlage zu einem höheren Risiko, an Depressionen zu erkranken. Folsäure ist im grünen Gemüse wie z. B. Spinat oder Salaten sowie Hülsenfrüchten, Nüssen, Orangen, Sprossen, Kartoffeln, Leber, Vollkornprodukten und Eiern enthalten. Meistens schaffen wir es nicht, den Bedarf natürlich zu decken, daher ist eine Supplementierung von Folsäure als Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll.

Magnesium

Magnesium ist ein natürliches Mineral, das für die Bildung von Enteramin aus Tryptophan wichtig ist. Ein Magnesium kann zu einem akuten Serotoninmangel führen. Ebenso ist Magnesium für unsere Muskeln oder bei der Produktion von Proteinen wichtig. Besonders viel Magnesium ist in Brokkoli, Vollkornbrot, Naturreis, Hülsenfrüchten, Nüssen und Kartoffeln. Alternativ kann man Magnesium z. B. in Form von Brausetabletten ergänzen, falls man den Bedarf nicht natürlich decken kann.

Zink

Ein weiteres lebenswichtiges Mineral neben Magnesium ist Zink. In Studien konnte man zeigen, dass eine regelmäßige Supplementierung über einen Zeitraum von zwei bis sechs Monaten von Zink eine antidepressive Wirkung hat. Im Gehirn ist Zink in hoher Konzentration vorhanden und erhöht die Aufnahme von Enteramin in bestimmten Arealen des Hirns. Die idealen Lebensmittel zur Aufnahme von Zink sind Fleisch, Milchprodukte, Fisch, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse. Auch Zink kann man in Form von Tabletten als Nahrungsergänzungsmittel erhalten, falls man den Bedarf nicht natürlich decken kann.

Gewürze und Kräuter

Bestimmte Kräuter und Gewürze können einen positiven Einfluss auf den Serotoninspiegel haben.

Kurkuma

Kurkuma ist ein Gewürz, das schon vor über 5000 Jahren in China und Indien angebaut wurde. Neueste Studien zeigen, dass Kurkuma bei der Behandlung depressiver Menschen helfen kann. Vermutlich liegt es daran, dass die in Kurkuma enthalten Wirkstoffe problemlos die Blut-Hirn-Schranke überwinden und dort den Serotonin- und Dopaminspiegel erhöhen können. Zahlreiche Wissenschaftler gehen davon aus, dass Kurkuma bald eine echte Alternative zu klassischen Antidepressiva sein könnte.

Rosenwurz

Die Heilpflanze Rosenwurz (Rhodiola Rosea) wächst in besonders kalten Gebieten wie der Arktis oder Sibirien. Forscher konnten in Untersuchungen aufzeigen, dass Rosenwurz den Transport von Tryptophan und 5-HTP ins Gehirn verbessert. Beide Stoffe sind für die Produktion von Enteramin im Gehirn wichtig. Im sibirischen Raum ist Rosenwurz als „Goldene Wurzel” bekannt, weil es das Erinnerungsvermögen und die Konzentration verbessern soll. Heute weiß man aus zahlreichen Studien, dass die Gabe von Rosenwurz als Supplement den Serotoninspiegel im Hirn bis zu 30 Prozent steigern kann. Ebenso gilt Rosenwurz als die Pflanze, die Stress enorm reduzieren kann.

Johanniskraut

Das Johanniskraut ist als Heilpflanze innerhalb Europas seit vielen Jahrhunderten bekannt. Untersuchungen zeigen, dass Extrakte von Johanniskraut bei leichten bis mittelschweren Depressionen zum Einsatz kommen kann. Die genaue Wirkungsweise von Johanniskraut ist noch nicht genau geklärt. Vermutlich hemmt Johanniskraut die Neurotransmitter Enteramin, Dopamin und Noradrenalin.

Zur Anwendung von Johanniskraut gibt es nicht nur positive, sondern auch kritische Stimmen. Zum einen können bei der Supplementierung von Johanniskraut in hoher Konzentration zahlreiche Nebenwirkungen wie beispielsweise Verdauungsstörungen, Schwindel, Hautjucken, Müdigkeit und innere Unruhe auftreten. Des Weiteren kann die Wirkung von anderen Medikamente negativ beeinflusst werden. So darf Johanniskraut beispielsweise nicht in Kombination mit der Antibabypille eingenommen werden, da es die Wirkung der Pille vorübergehend außer Kraft setzen kann.

Enteramin steigern durch Licht

Die Bedeutung von Vitamin D für die Bildung von Enteramin im Hirn ist bekannt. Etwa 90 Prozent des Vitamin D Bedarfes erhalten wir über das Sonnenlicht und nur 10 Prozent über die Nahrung. Doch in der Realität halten sich immer mehr Menschen tagsüber in geschlossenen Räumen auf und bekommen nicht genug Sonnenlicht ab. Auf diese Weise kommt es zum Vitamin-D-Mangel. Dieser Vitamin-D-Mangel führt unweigerlich zu einem Serotoninmangel, da Vitamin D an der Bildung von Enteramin beteiligt ist.

Nach einer Studie der McGill Universität in Montreal bekommt ein Mensch durchschnittlich am Tag nur 20 Minuten Tageslicht ab. Das ist natürlich viel zu wenig, um unseren Bedarf zu decken. Überdies gerät durch zu wenig Sonnenlicht der zirkadiane Rhythmus und der Tag-Nacht-Rhythmus aus dem Gleichgewicht, sodass unsere innere Uhr aus dem Gleichgewicht gerät.

Um das Gleichgewicht wiederherzustellen, gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens können Sie mehr Zeit an der frischen Luft und auf diese Weise natürliches Sonnenlicht tanken. Selbst bei bewölktem Himmel ist es draußen etwa zwanzigmal heller als drinnen. Gewöhnlich reichen etwa eine Stunde zusätzliches Tageslicht aus, um die innere Uhr wieder auszugleichen. Zweitens können Sie eine Lichtbox verwenden, die künstliches Licht aussendet. Das künstliche Licht ist extrem hell und imitiert die Wellenlänge vom Tageslicht. Hierbei muss man die Lichtbox ein paar Stunden täglich verwenden, um die innere Uhr neu zu starten.

Serotoninspiegel erhöhen durch Sport

Generell ist Bewegung und Sport gut für die Gesundheit. Zahlreiche Studien belegen, dass Sport die Produktion und Freisetzung von Enteramin positiv beeinflussen kann. Besonders geeignet sind Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren und Schwimmen, um Depressionen vorzubeugen. Doch auch Yoga konnte in Studien überzeugen und die Symptome von Depressionen bei Betroffenen lindern. Mittlerweile ist es europäischer Standard, dass depressive Menschen neben den üblichen Medikamenten auch Sport als begleitende Therapie empfohlen bekommen.

Fazit

Enteramin (Serotonin) ist ein wichtiger Neurotransmitter, der als Botenstoff im Gehirn eine wichtige Rolle spielt und unsere Stimmung sowie Laune beeinflussen kann. Nicht umsonst wird Enteramin das Glückshormon genannt. Ist das Enteramin im Hirn im Mangel, können Depressionen, Angstzustände oder Schlafstörungen auftreten. Doch die gute Nachricht ist, dass wir durch eine clevere Ernährung, der Aufnahme von Mikronährstoffen und Nahrungsergänzung, Gewürzen und Kräutern, regelmäßigen Sport sowie ausreichend Tageslicht, Depressionen natürlich vorbeugen können.

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